Shigellose
Die Shigellose ist eine hochansteckende Darminfektion, die im Volksmund auch unter dem Namen bakterielle Ruhr bekannt ist. Die Infektion wird durch Bakterien der Gattung Shigella verursacht und betrifft hauptsächlich den Darmtrakt. Die Bakterien gelangen durch verunreinigtes Wasser, Lebensmittel oder den direkten Kontakt mit infizierten Personen in den Körper. Die Shigellose äußert sich in plötzlichem Durchfall, der oft blutig oder schleimig sein kann. Bauchkrämpfe, Fieber, Übelkeit, Erbrechen und ein schmerzhafter Stuhlgang können ebenfalls Symptome einer Shigellose sein. Hat sich eine Person infiziert, können die Beschwerden ein bis drei Tage nach der Ansteckung auftreten und einige Tage bis Wochen anhalten.
Shigellose: Ansteckung & Krankheitsverlauf
Das Bakterium Shigella nistet sich in der Regel nur im Magen-Darm-Trakt ein, weshalb eine Ansteckung zumeist fäkal-oral erfolgt. Fäkal-oral bedeutet, dass die Bakterien, die die Infektion auslösen, über den Stuhl ausgeschieden und über den Mund aufgenommen werden. Ein Händeschütteln kann dann bereits ausreichen, um die Erreger zu übertragen, wenn die bereits infizierte Person diese nach dem Toilettengang nicht gründlich wäscht. Daneben kann Shigellose auch durch verunreinigtes Wasser ausgelöst werden. Bereits kleine Mengen des Bakteriums reichen aus, um an der bakteriellen Ruhr zu erkranken.
Verbreitet ist die Infektionskrankheit vermehrt in Regionen mit schlechten hygienischen Bedingungen. Dort mangelt es zumeist an sauberem Trinkwasser, Abwassersystemen und ausreichender Hygiene.
Der Krankheitsverlauf der Shigellose lässt sich in vier Phasen einteilen. Die Inkubationszeit, also die Phase, in der der Erreger übertragen und sich im Magen-Darm-Trakt ansiedelt, liegt in der Regel bei wenigen Tagen. Danach können die ersten Symptome auftreten, die sich zumeist in leichten Durchfällen äußern. Fieber, Appetitlosigkeit und Bauchkrämpfe können während dieser Phase ebenfalls hinzukommen. Bei einem leichten Krankheitsverlauf bleibt es bei diesen Symptomen. In schweren Fällen kann sich der Durchfall verschlimmern und wässrig bis blutig-schmierig sein. Durch diesen andauernden Durchfall verliert der Körper viel Wasser sowie Salz, wodurch es zu Austrocknung und Krämpfen mit Kreislaufproblemen kommen kann. Als Shigellose Spätfolge beziehungsweise Komplikation kann es zudem zu einem Nierenversagen kommen. Weiterhin kann eine reaktive Arthritis, auch Reitersyndrom genannt, entstehen. Diese kann jedoch spontan wieder abklingen.
Shigellose-Therapie
Die Shigellose sollte grundsätzlich behandelt werden, auch wenn es sich um eine leichte Infektion handelt. Aufgrund eines möglichen schweren Verlaufs sowie der Ansteckungsgefahr, erfolgt eine Shigellose-Behandlung zumeist mit Antibiotika. Eine weitere Maßnahme, die die Infizierten ergreifen sollten, ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu gewährleisten, um den Verlust auszugleichen.




