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Privatärztliche Praxisklinik für Venen- und Enddarmerkrankungen
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Hypokoagulation

Die Hypokoagulation ist eine Gerinnungsstörung. Der Begriff setzt sich aus den Wortbauteilen „Hypo“ = „unter“ und „Koagulation“ = „Gerinnung“ zusammen. Hypokoagulation beschreibt also eine Blutgerinnung, die schlechter als normal funktioniert. Eine gängige Bezeichnung für diesen Zustand ist Blutungsneigung.

Was sind die Anzeichen der Hypokoagulation?

Eine Hypokoagulation äußert sich in langanhaltenden oder zu starken Blutungen im Vergleich zur Schwere der erlittenen Verletzung. Weitere Symptome, die bei einer Hypokoagulation auftreten können, sind:

  • Spontane Blutungen ohne erkennbare äußere Ursache
  • Gehäuftes Auftreten von Hämatomen (Blutergüssen)
  • Häufiges Zahnfleisch- oder Nasenbluten
  • Hauteinblutungen, viele kleine Hauteinblutungen oder flächendeckend

Insbesondere schwache Formen der Hypokoagulation, die sich durch verstärkten Blutverlust bei Verletzungen äußern, sind in der Bevölkerung relativ weit verbreitet. Schwere Formen treten vergleichsweise selten auf.

Ursachen von Gerinnungsstörungen

Als Gerinnungsstörung liegt die Ursache der Hypokoagulation zumeist in einer Störung der Gerinnungsfaktoren. Diese sind für den Wundverschluss und das Stoppen des Blutflusses verantwortlich. Ist die Funktion der Gerinnungsfaktoren eingeschränkt oder fehlen diese gänzlich, kann der Blutfluss nicht ausreichend gestoppt werden. Je nach Erkrankung kann die Blutungsneigung angeboren oder erworben sein. Angeborene Gerinnungsstörungen mit verstärkter Blutungsneigung sind zum Beispiel die Hämophilie oder das Willebrand-Jürgens-Syndrom. Eine erworbene Hypokoagulation kann unter anderem auf eine Erkrankung der Leber oder einen Vitamin-K-Mangel zurückzuführen sein.

Leben mit Hypokoagulation

Personen, die an einer angeborenen oder erworbenen Hypokoagulation leiden, sollten ihren Körper so weit wie möglich vor Verletzungen und körperlichen Gefahren schützen. Wenn Betroffene dennoch Wunden erleiden, aus denen größere Mengen Blut austreten, ist medizinische Versorgung dringend notwendig. In schwersten Fällen können Betroffene aufgrund des hohen Blutverlusts sogar versterben. Vor operativen Eingriffen sollten Ärzte unbedingt auf die Gerinnungsstörung hingewiesen werden, damit die Blutversorgung während des Eingriffs ausreichend gewährleistet ist.

Je nach Form der Gerinnungsstörung kann eine medikamentöse Therapie zur Behandlung der Erkrankung geeignet sein. Bei Verdacht auf eine Hypokoagulation sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen, um eine genaue Diagnose zu erhalten und, wenn möglich, eine geeignete Therapie einzuleiten.

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