Hyperkoagulabilität
Die Hyperkoagulabilität wird auch als Thrombophilie bezeichnet. Sie beschreibt eine krankhaft erhöhte Gerinnbarkeit des Blutes. Grund für die erhöhte Gerinnbarkeit können eine verminderte Konzentration gerinnungshemmender Faktoren oder eine erhöhte Konzentration gerinnungsfördernder Faktoren im Blut sein. Diese Faktoren können von Geburt an bestehen oder im Laufe der Zeit erworben werden. Auch bestimmte Erkrankungen und Arzneimittel können die Entstehung einer Hyperkoagulabilität bedingen. Die Hyperkoagulabilität äußert sich im gehäuften Auftreten von Thrombosen. Die Blutgerinnsel entstehen innerhalb der Gefäße und können diese am Entstehungsort verstopfen, jedoch auch wandern.
Behandlung der Hyperkoagulabilität und ihrer Symptome
Leitmerkmal der Hyperkoagulabilität ist die Neigung zur Bildung von Thrombosen und damit verbundenen Gefäßverschlüssen. Die Blutgerinnsel können spontan auftreten und wiederkehren. Eine Hyperkoagulabilität zeigt keine Symptome, erst eine Thrombose kann durch Belastungsschmerzen und Schwellungen auffallen. Ein bestehendes Blutgerinnsel wird durch verschiedene Verfahren, beispielsweise eine Thrombolyse, aufgelöst. Eine plasmatische Hyperkoagulabilität wird im Rahmen einer ärztliche Blutuntersuchung diagnostiziert. Das Vorhandensein beziehungsweise Nichtvorhandensein bestimmter Blutwerte lässt auf das Bestehen einer Thrombophilie schließen. Im Rahmen einer ärztlich überwachten Therapie soll die Bildung von Blutgerinnseln verhindert werden, um die zum Teil scherwiegenden Folgen von Gefäßverschlüssen zu vermeiden. Die Behandlung erfolgt in der Regel medikamentös, auch Hilfsmittel wie Kompressionsstrümpfe und Bewegungsübungen kommen zum Einsatz. Bei Verdacht auf eine Thrombose sollten Sie unbedingt einen Facharzt für Phlebologie aufsuchen. Auch zur Abschätzung Ihres Thromboserisikos und einer eventuellen Thrombophilie-Diagnose können Sie einen Termin in der Praxisklinik von Prof. Dr. Hillejan vereinbaren.




