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Prof. Dr. Dr. med.
Stefan Hillejan
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Privatärztliche Praxisklinik für Venen- und Enddarmerkrankungen
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Fibrin

Fibrin ist ein Eiweiß, das natürlicherweise im menschlichen Körper vorkommt. Es spielt eine wichtige Rolle in der Blutgerinnung und dem Wundverschluss. Bereits kurz nach dem Entstehen einer Wunde verkleben Fibrinogen, eine Vorstufe von Fibrin, und rote Blutplättchen miteinander. Dieser Pfropf vermindert den Blutverlust. Kurz darauf lagern sich feine Fibrin-Fasern in der Wunde an. Sie bilden ein stabiles Netz, welches den zuvor entstandenen Pfropf weiter stärkt. Das Netz aus Fibrin dient als Grundlage für den weiteren Wundverschluss.

Die Phasen der Wundheilung

Der Wundheilungsprozess lässt sich in drei Phasen einteilen: die Reinigungsphase, die Reparaturphase und die Regenerationsphase.

Reinigungsphase
In dieser Phase beginnt die Blutgerinnung, indem sich die Blutgefäße zusammenziehen und körpereigene Stoffe wie Fibrin die Wunde oberflächlich verschließen. Fremdstoffe und abgestorbenes Gewebe werde von weißen Blutkörperchen abtransportiert, Wundflüssigkeit tritt aus der Wunde aus.

Reparaturphase
Der Körper bildet neues Gewebe, um die Wunde zu schließen. Als Grundstruktur dient das Fibrin-Netz, das während der Reinigungsphase gebildet wurde.

Regenerationsphase
Festes Narbengewebe wächst über die Wunde. Nach bis zu 21 Tagen sind die meisten Wunden komplett verschlossen.

Zu viel oder zu wenig Fibrin

Sowohl ein Mangel als auch eine erhöhte Menge an Fibrin können die Wundheilung stören. Ein angeborener oder erworbener Fibrin-Mangel verhindert den ersten Wundverschluss, sodass Wunden stärker und länger bluten. Je nach Ausprägung kann eine Supplementierung notwendig sein.

Wird Fibrin überproduziert, entsteht ein sogenannter Fibrinbelag. Das Fibrin-Netz wird besonders dick und zähflüssig. Es ist von gelblicher Farbe, haftet stark am Gewebe und kann Infektionen begünstigen. Um eine saubere Wundheilung zu ermöglichen, muss der Fibrinbelag vorsichtig von medizinischem Fachpersonal entfernt werden.

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