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Stefan Hillejan
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Privatärztliche Praxisklinik für Venen- und Enddarmerkrankungen
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Stuhltransplantation

Unter einer Stuhltransplantation (fäkale Mikrobiota-Transplantation) versteht man ein medizinisches Verfahren, bei dem die Darmbakterien (Mikrobiom) aus dem Stuhl eines gesunden Spenders in den Darm eines erkrankten Empfängers übertragen werden. Damit soll das gestörte Mikrobiom wiederhergestellt und die Darmflora des Empfängers verbessert werden. Eine gesunde Darmflora ist wichtig und übernimmt verschiedene Funktionen im Körper. So unterstützt sie beispielsweise die Verdauung und hat Einfluss auf das Immunsystem. Zudem kann sie die Ausbreitung von Krankheitserregern verhindern und hat Teil an der Bildung von Vitamin K und B. Nicht zuletzt spielt die Darmflora eine entscheidende Rolle beim Abbau von Schadstoffen. Aus diesem Grund und auch, um andere Erkrankungen zu verhindern, ist es wichtig, dass die Darmflora intakt ist.

In der Regel wird eine Stuhltransplantation durchgeführt, wenn der Patient z.B. an einer schweren oder wiederkehrenden Durchfallerkrankung, der Clostridium-difficile-Infektion, leidet und Antibiotika keinerlei Verbesserung versprechen. Die erste Stuhltransplantation, umgangssprachlich auch Fäkaltransplantation oder Kottransplantation genannt, wurde in den späten 1950er Jahren durchgeführt.

Stuhltransplantation: Durchführung

Als Spender kommen Menschen infrage, deren Darmflora gesund ist und bei denen keinerlei akute oder chronische Darmerkrankungen vorliegen. Aus diesem Grund wird der Stuhl zuvor auf Infektionskrankheiten untersucht, sodass sicher gegangen werden kann, dass das Spendermikrobiom gesund ist. Im Anschluss erfolgt eine Aufbereitung, indem der Stuhl gefiltert und in Flüssigkeit gelöst wird. Über eine Magensonde, während einer Darmspiegelung oder mithilfe von magensaftresistenten Kapseln wird die Spende schließlich eingebracht.

Die Fäkaltransplantation gilt als erfolgreich, wenn durch die gesunden Darmbakterien die normale Darmflora wiederhergestellt wurde. Die Behandlung wird vergleichsweise wenig angewandt, da die Forschung noch relativ jung ist. Ob eine Stuhltransplantation beispielsweise auch bei anderen Darmerkrankungen, wie dem Reizdarm-Syndrom, hilfreich sein kann, ist noch nicht näher erforscht und es fehlen aussagekräftige Studien.

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