Malassimilation
Die Malassimilation beschreibt eine Störung der Nährstoffverwertung im Körper. Dabei kann der Organismus Nährstoffe zwar aufnehmen, sie aber nicht richtig resorbieren oder verarbeiten. Bei der Malassimilation handelt es sich also um eine Störung der Umwandlung von Nährstoffen in körpereigene Substanzen. Die Malassimilation ist der Oberbegriff für verschiedene Erkrankungen, bei denen der Körper nicht imstande ist, Nährstoffe eigenständig zu resorbieren, zu spalten oder umzuwandeln. Insgesamt kann die Malassimilation in zwei Formen unterschieden werden: Maldigestion und Malabsorption.
Die Maldigestion bezeichnet eine gestörte Verdauung. Das bedeutet, dass die Nahrung im Magen-Darm-Trakt nicht ausreichend aufgespalten werden kann. Ursächlich dafür kann ein Mangel an Verdauungsenzymen wie eine Pankreasinsuffizienz oder ein Laktasemangel sein. Eine weitere Form stellt die Malabsorption (gestörte Aufnahme) dar. Die aufgespaltenen Nährstoffe können nicht oder nur unzureichend über die Darmschleimhaut aufgenommen werden. Bei dieser Form der Malassimilation können die Ursachen eine Zöliakie oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen sein.
Malassimilation: Symptome
Die Malassimilation kann sich auf vielfältige Weise bemerkbar machen. Typische Symptome sind Beschwerden im Bereich der Verdauung. Dazu zählen Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall und Verstopfung. Symptomatisch können zudem Sodbrennen, Erschöpfung, Müdigkeit sowie Gewichtsverlust sein. In der ersten Phase der Erkrankung können die Symptome zunächst nach dem Essen oder bei bestimmten Lebensmitteln auftreten. Aufgrund der Unzulänglichkeit, Nährstoffe zu resorbieren, kann es im späteren Verlauf zu Mangelerscheinungen kommen, die auch Entzündungen oder Infekte bedingen können. Die Malassimilation beschränkt sich daher nicht nur auf die Verdauung, sondern kann auch andere Funktionen des Körpers beeinträchtigen.
Malassimilation: Ursachen & Behandlung
Verantwortlich für diese Störung können unterschiedliche Erkrankungen sein. Neben den bereits erwähnten können als weitere Ursachen eine Laktoseintoleranz, chronische Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, Dünndarmerkrankungen sowie Gallenmangel angesehen werden. Eine Malassimilation-Behandlung sieht zunächst vor, den Nährstoffmangel auszugleichen und den Patienten mit den fehlenden Nährstoffen zu versorgen. In einem zweiten Schritt der Diagnostik wird die Hauptursache der Störung ermittelt. Entsprechend der Ursache wird dann ein geeigneter Therapieplan erstellt und Behandlungen verordnet.
Haben Sie Fragen zu der Malassimilation, treten Sie mit der privatärztlichen Praxisklinik für Proktologie und Phlebologie in Hannover in Kontakt. Herr Dr. Hillejan ist Ihr Experte für Enddarmerkrankungen und steht Ihnen mit seinem Fachwissen beratend zur Seite.




